Mar 31

JustLooking - umts.jpg-1
Seit einigen Wochen gibt es bei T-Mobile den Nachfolger des schwarzen HSDPA-Sticks des Herstellers Huawei, der in schlichtem weiß daher kommt und neben HSDPA mit 7,2 MBit/s (ca. 900 KByte/sec) download auch noch HSUPA mit bis zu 2 Mbit/s (ca. 250 KByte/sec) upload unterstützt und somit schnellere Uploads ermöglichen soll. Im Unterschied zum alten Stick wird der Nachfolger in einer DVD-Hüllen-ähnlichen Verpackung geliefert.
Ich habe mir den Web’n’Walk Stick III in der letzten Woche ohne Vertrag von T-Mobile über EBay für ca. 145 € (Sofort-Kaufen) zugelegt. Natürlich hätte es auch der einfache Web’n’Walk Stick I oder II getan, der allerdings kein HSUPA unterstützt. Im Moment ist dies sicherlich nicht von Bedeutung, aber spätestens wenn die Mobilfunknetze in diesem und dem nächsten Jahr weiterhin dahingehend ausgebaut werden, rechnet sich die Investition. Wenn nicht, ist auf jeden Fall im nächsten Jahr der Wiederverkaufwert immer noch hoch genug.

Unbenannt-1 bei 33,3% (Ebene 1, RGB/8)
Im Lieferumfang ist eine CD (inkl. Software und Treiber), der Web’n’Walk Stick III, eine USB-Verlängerung, ein Handbuch sowie ein Band an dem der USB-Stick befestigt werden kann, enthalten. Die Software und Treiber für den Stick sind auf dem USB-Stick in einer Datenpartition aufgespielt.

Nach dem empfohlenen Reboot kann der USB-Stick angeschlossen werden. Dieser wird dann sofort erkannt und der Finder meldet sich mit der gemouteten Datenpartition, die ein Handbuch und die Software “Mobile Connect” anbietet.

web'n'walk

Die Software “Mobile Connect” ist nun per drag&drop in den Application-Folder zu ziehen. Danach ist die Software installiert und kann verwendet werden.
Nach dem Start bietet sich das folgende Bild.

Mobile Connect

Es kann nun eine Verbindung durch die Nutzung bereits bestehender Profile aufgebaut werden. Natürlich sind auch weitere Einstellungen möglich, wie auch die Option weitere Profile anzulegen. Ich selbst verwende die BASE Flatrate von E-Plus und musste dementsprechend ein weiteres Profile “E-Plus” anlegen.

Die providerspezifischen Interneteinstellungen sind in der folgenden Tabelle aufgelistet, so das ihr ohne Probleme ein Profil für euren Provider erstellen könnt. Nach dem Erstellen taucht das Profile unter “Profilname” auf.

Microsoft Excel  

Die ersten Tests, die ich mit einer SIM-Karte von E-Plus und T-Mobile vorgenommen habe, sehen ganz ordentlich aus, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass E-Plus noch kein HSPDA anbietet (aber Ende des Jahres ist es so weit).
Mit E-Plus erreichte ich in Frankfurt um die 45 KByte/sec beim Download eines 100 MB Images. Bei T-Mobile mit HSDPA sogar ganze 226 KByte/sec. HSDPA lohnt sich also, hoffentlich ist es bald in jedem Netz verfügbar.

Mobile Connect

Oct 29

Aus aktuellem Anlass der Vergleich der iPhonetarife zwischen AT&T USA und T-Mobile Deutschland. Hierbei wurde in beiden Fällen der günstigste Einsteigertarif gewählt.

Tarifvergleich iPhonetarife USA und Deutschland

Ist schon ein Unterschied, vielleicht überdenkt T-Mobile noch einmal seine Tarifstruktur. Auch wenn in Amerika auch für eingehende Anrufe bezahlt werden muss, so ist aus meiner Sicht doch eine deutliche Diskrepanz zwischen den beiden Tarifen erkennbar. Und noch eine persönliche Anmerkung: In Amerika wäre ich sofort AT&T Kunde geworden, in Deutschland ist mein Kaufwille gerade ziemlich erlahmt.

Sep 19

Heute haben Apple und T-Mobile bekannt geben, dass ab dem 9. November das iPhone in Deutschland verfügbar sein wird. Leider wurden noch keine Details zu den Tarifen veröffentlicht, aber ich nehme stark an, dass sich der Einstiegstarif mit 200 Minuten Sprechzeit, 100 SMS und unlimitierter Datennutzung bei 45 bis 50 € bewegen wird.

T-Mobile sehr stolz darauf zu sein, exklusiv das iPhone vermarkten zu dürfen. Immerhin haben sie ihre komplette Startseite nur diesem Thema gewidmet.

T-Mobile (20070919)

Rückblickend scheine ich mit meiner Prognose vom 31. Januar diesen Jahres genau richtig gelegen zu haben.

Spiegel Online hat übrigens ein kleines Video der Veranstaltung online: Klick

Jan 31

Nach der Vorstellung des Apple iPhones während der Keynote der Macworld am 09. Januar 2007 fingen die Überlegungen an, welcher Netzbetreiber in Deutschland in Kooperation mit Apple das iPhone auf den Markt bringen würde. Die Newsseite macnews brachte vor zwei Tagen debitel als möglichen Partner ins Gespräch. Dies ist allerdings unwahrscheinlich da debitel kein eigenes Netz betreibt und deswegen die Durchführung der notwendigen technischen Implementierungen nicht garantieren kann. Ich werde versuchen, kurz die aus meiner Sicht wichtigen Ansprüche von Apple an den Netzbetreiber zu erläutern und auf die Möglichkeiten der Anbieter einzugehen. Danach werden kurz die vier möglichen Kandidaten bewertet und abschliessend ein kleines Fazit gezogen. Und noch als kleinen Disclaimer: Ich bin nur eine Privatperson, die sich eine eigene Meinung von diesem Konstrukt gebildet hat.

Was will Apple?

Apple wird das iPhone in den USA gemeinsam mit dem größten Carrier Cingular auf den Markt bringen. Es sind ausserdem Gespräche von Apple mit dem zweitgrößten Netzbetreiber Verizon bekannt geworden, die allerdings erfloglos eingestellt wurden.

Gleichzeitig mußte Cingular neue Funktionen in sein Netz implementieren, damit alle Dienste des iPhones anwendbar sind. Beispiel für den notwendigen Umbau ist die erweiterte Voicemail, bei der Anrufe der Mailbox direkt auf das Handy gespielt werden.

Für die Firma Apple ist es beim iPhone wichtig, das das Nutzungsgefühl genauso ist wie bei den iPods und der restlichen Soft- und Hardware. Als Teil dieser Nutzungserfahrung steht traditionell das Design, weswegen die Menüstruktur und das Layout mit den Iconsets des iPhones von Apple vorgegeben wird.

Apple sucht also einen starken Partner mit vielen Kunden, der die Möglichkeit hat, die technische Infrastruktur an die Anforderungen des iPhones anzupassen und gleichzeitig nicht in die Entwicklung oder Gestaltung des iPhones “reinpfuscht”.

Deutsche Mobilfunkbetreiber

In Deutschland gibt es vier Mobilfunkbetreiber mit eigenen Netzen, nämlich T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2.

t-mobile T-Mobile

T-Mobile ist der größte deutsche Mobilfunkprovider. Setzt mit UMTS+HSDPA im Verhältnis zu anderen Anbietern viel Geld in die technische Weiterentwicklung seines Netztes. Bietet speziell für Geschäftskunden seit langem Blackberrylösungen an. Setzt bei Mobilfunkgeräten zwar auf Branding, allerdings im erträglichem Rahmen.

Vodafone LogoVodafone

Vodafone steht auf Platz zwei der Mobilfunkbetreiber. Zur Datenkommunikation wird ebenfalls UMTS+HSDPA angeboten und auch hier sind spezielle Tarife für Blackberry vorhanden. Vodafone ist bekannt für ein sehr extremes Branding der Endgeräte.

eplus Logo

E-Plus

E-Plus ist die akteuelle Nummer drei der deutschen Anbieter. Setzt im Moment nur auf UMTS, bietet dafür spezielle Datenflatrates an. Hat ebenfalls Blackberrylösungen im Angebot und konzentriert sich mit günstigen Tarife auf die Konsumenten. In letzter Zeit vermehrt Angebote durch Tochterfirmen. Die von E-Plus angebotenen Endgreäte sind nicht gebrandet.

O2 LogoO2

O2 steht auf dem letzten Platz von der Kundenanzahl her. Zur Datenübertragung wird auch hier UMTS und ab 2006 soll auch HSDPA verwendet werden. Besitzt ein eigenes Netz, ist aber teilweise auf das Roaming von T-Mobile angewiesen. Hat ebenfalls Blackberrylösungen im Angebot und verzichtet weitestgehend auf das Branding der Endgeräte.

Apple iPhone – Bei welchem Netzbetreiber?

Und bei wem wird jetzt das iPhone erscheinen. Aus meiner Sicht fällt als erstes (leider) E-Plus raus, da dort gerade eine reine Preisstrategie mit Untermarken gefahren wird und der Netzaufbau in Stocken geraten ist. Weiterhin wird vom Brandinggesichtspunkt eine Kooperation mit Vodafone sehr schwierig, da entweder Apple oder Vodafone die Kontrolle über das Interace aufgeben müssten, was beide nicht wollen. Übrig bleiben noch T-Mobile und O2. Hier sprechen die äusseren Gegebenheiten stark für T-Mobile. Es ist der größte deutsche Carrier mit kompletten eigenem Netz, welches ständig weiter ausgebaut wird. O2 ist im Verhältnis zu klein und die Funktion der Dienste könnte zum Beispiel beim Roaming im Netz von T-Mobile nicht gewährleistet werden.