Anleitung: Apple Airport Extreme und Time Machine
By Mike • Apr 4th, 2008 • Category: Apple, Lead StoryIch habe mir in dieser Woche eine Apple Airport Extreme Basisstation gekauft. Nicht das es meine erste Wahl gewesen wäre, aber ich dachte, dass sie dennoch für mich eine akzeptable Lösung bietet. Ich war auf der Suche nach eine Festplatte, die im Netz verfügbar ist und auch Time Machine Datensicherungen aufnimmt. Im Prinzip die klassische Aufgabe einer NAS. Wochelang habe ich Foren durchsucht, um herauszufinden welche NAS besonders gut ist, welche sich mit Apple-Produkten versteht und vor allem welche Festplatte es ermöglicht Time Machine Backups aufzunehmen, ohne dieses unschöne Sparse-Image.
Meine Suche wurde durch eine Pressemeldung unterbrochen, die meine Aufmerksamkeit erregte. So erreichte mich letzte Woche, dass bereits am 20.03.2008 veröffentlichte Ostergeschenk aus der Apple-Fabrik. Apple veröffentlichte das AirPort-Dienstprogramm in der Version 5.3.1, mit dem Firmwareupdate auf 7.3.1 und den AirPort Updates 1.0, die es nun endlich möglich machen sollten eine Festplatte, die am Airport Extreme hängt, über Time Machine anzusprechen. Die Nachricht war es mir wert, diese Konstellation zu testen.
Die Wahrheit:
- das Sparse-Image bin ich nicht losgeworden, obwohl die Platte mit HFS+ formatiert ist.
- Die Festplatte konnte ich nicht so einrichten, wie ich es wollte (mit Accounts), ohne meine Daten zu verlieren.
- Die Account-Variante ist unbrauchbar.
Aber erst einmal der Leidensweg bis zur Betriebsbereitschaft:
Ich gehöre wohl zu den Leuten, die alles sofort ausprobieren wollen. Nachdem ich den Airport Extreme ausgepackte und mit Strom versorgt hatte, habe ich ihn erst einmal via WLAN konfiguriert. Durch die Pressemitteilung im Hinterkopf habe ich das Firmware-Update auf die Version 7.3.1 vorgenommen und danach die Festplatte angeschlossen.

Ich dachte, dass damit alles erledigt gewesen wäre, aber dem war nicht so, was sich mir jedoch erst später zeigen sollte. Da mein Ziel darin bestand die Festplatte zu schützen, habe ich mir die verschiedenen, möglichen Varianten angesehen. Es gibt 3 Varianten. Die erste Variante bietet die Möglichkeit die Festplatte mit demselben Passwort zu schützen, durch das auch der Airport Extreme geschützt ist. Die zweite Variante besteht darin ein Laufwerkspasswort zu vergeben. Die dritte Variante sind Benutzer-Accounts, um jeweils Lese- oder Schreibrechte zu vergeben.

Natürlich war Variante 3, die von mir präferierte Variante (dazu später mehr), allerdings wurde ich direkt enttäuscht, denn das Verwenden von Variante 3 setzt voraus meine gesamte Festplatte zu löschen, um die Benutzerrechte richtig zu setzen. Das wollte ich aber auf gar keinen Fall, da ich in diesem Moment einfach keine weitere Festplatte zur Hand hatte, die ein Backup meiner großen Festplatte ermöglicht. Ich bin dann auf Variante 1 ausgewichen. Ich dachte mir, Hauptsache es geht erst einmal.

Durch die Pressemitteilung inspiriert, habe ich mich gefreut, dass Time Machine sofort die Festplatte erkannt hat und begann ein Backup zu erstellen, leider nur mittels eines Sparse-Images (schlecht). Aber damit war es nicht getan. Nach einer Stunde hat sich mein Rechner während des Backups komplett verabschiedet. Ich bootete ihn neu und das Backup startete erneut. Nach genau einer weiteren Stunde wieder ein Absturz, allerdings waren diesmal nur die Festplatten verschwunden, das Backup ist abgebrochen. Ein Reboot der Airport Extreme brachte die Festplatten zurück. Nach einer weiteren Stunde erneut ein Absturz. Was war wohl die Ursache?
Noch einmal nachgedacht und ……, neben dem Firmware Update auf 7.3.1 gab es ja auch noch ein Airport Update 1.0. Sowas! Ich habe es dann auch installiert und siehe da, kein Absturz mehr. Ganz schön tricki die Technik

So, das Backup via Time Machine läuft jetzt problemlos (und wenn nur in einem Sparse-Image, was automatisch angelegt wurde). Des Weiteren kann ich auch auf weitere Partitionen zugreifen und meine Daten wie gewohnt nutzen.
Kommen wir aber nun zur Variante 1 mit den Benutzer-Accounts, denn das war meine bevorzugte Variante. Da ich meine Festplatte nicht sichern kann und meine Daten nicht verlieren möchte, habe ich kurzer Hand noch eine zweite Platte aufgetrieben. Diese habe ich partitioniert und anstatt meiner Hauptplatte (nur zum Test, natürlich kann man auch via USB-Hub x-viele Platten betreiben. Ich habe es getestet) an die Airport Extreme angeschlossen. Ich änderte die Zugriffsfunktion auf Accounts und erhielt die Möglichkeit Accounts anzulegen. Nachdem ich zwei Accounts anlegte, bestand meine Idee darin den ersten Nutzer auf die erste Partition zugreifen zu lassen und den zweiten Nutzer nur auf die zweite Partition. Tja, und wieder wurde ich eines besseren belehrt. Die Nutzer-Accounts gelten global, spricht für alle Partitionen und angeschlossenen Platten. Jemand der Leserechte hat, kann auf alle Platten und Partitionen zugreifen. Nicht gerade das was man sich wünscht.
Solange ich nur meine Platten anschließe und niemanden Zugriff gewähren möchte, ist das eine feine Sache. Möchte aber noch eine weitere Person im Haushalt eine Festplatte an der Airport Extreme anschließen, müssten wir uns ein Passwort teilen, was zur Folge hat, dass ich seine Festplatte sehen kann (inkl. Lesen&Schreibrechte) und er meine.
Fazit:
Die Investition hat sich für mich erst einmal nicht gelohnt. Das Rechte-Management ist mehr als unbrauchbar. Das Sparse-Image für das Backup musste trotzdem angelegt werden. Im Prinzip bietet die Festplattenoption des Airport Extreme nur Nachteile. Ich sehen keinen Vorteil gegenüber einer klassischen NAS. Nicht bewertet wurde die WLAN-Router Funktionalität, die natürlich ordentlich ist, wenn man es benötigt. ich kann nur hoffen, dass ein zukünftiges Firmware-Update weitere Funktionen im Rechte-Managment oder wenigstens einen eingebauten FTP-Server mit sich bringt. Warum behalte ich das Gerät dennoch? Ich denke, dass es ok ist für knapp 160 Euro eine vorhandene große Festplatte ins Intranet zu bringen, anstatt sich eine sehr teure NAS zu kaufen, obwohl ich nun die Festplatte mit keinem mehr teilen kann
Mike ist ein freier Mitarbeiter
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Das mit den Early Adopters ist leider eine traurige Wahrheit, in dem Punkt gleiche sie M$. Aber hey, solange man nicht völlig zum Jünger konvertiert ist, ist man ja nicht gezwungen alles gleich zu kaufen.
Lösungsvorschläge für Ihr Problem:
Warum alles mit einer Komplettlösung auf der Festplatte erschlagen (die nur {aus Sicherheitsgründen} von einer Person administrierbar sein sollte?).
Einfach einen Ordner auf der Platte ändern und dessen Zugriffsrechte ändern ? Wenn man was dem andern zeigen will, legt man es in einen Ordner, der eingerichtet ist wie der Briefkasten im Finder. Flexibel!
Das einzige was es nicht ermöglicht, ist die Festplatte ganz zu schützen (aber dass der Haushaltspartner nicht die HDD formattiert…. soweit kann man sich schon übern Weg trauen
)
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Haben Sie es wirklich geschafft mehrere Partitionen am Mac zu sehen? Ich dachte die AP erkennt nur die erste Partition je Platte ? ?
Mit freundlichen Grüßen
Peter
Hallo Peter,
vielen Dank für Ihren Kommentar, ich werde ihre Idee direkt nachher einmal umsetzen.
Die Festplatte, die am Airport Extreme hängt, habe ich vorher partitioniert. Der Airport Extreme zeigt mir alle Partitionen an. Das war überhaupt kein Problem.
Grüße,
Mike
Auch, wenn ich es nicht gerne sage, aber ich habe meine Airport Extreme wieder eingepackt und werde sie morgen zurückschicken.
Es wird dann wohl in naher Zukunft eine NAS mit FTP-Server werden.
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